Hier finden Sie ein kleines Lexikon von A-Z aus dem Buch Anabole Steoride 2007!

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Acetylsalicylsäure

Acetylsalicylsäure (ASS) ist eines der ältesten und zugleich beliebtesten Medikamente. 1897 wurde dieser Wirkstoff von Dr. Felix Hoffman entdeckt und bereits zwei Jahre später begann die Produktion von „Aspirin”, dem wohl weltweit bekanntesten acetylsalicylsäurehaltigen Medikament.

Seine Sporen hat sich dieser Wirkstoff in der Schmerztherapie und der Vorsorgebehandlung von Herzinfarkten verdient. Aber auch im Bodybuilding erfreut sich die Acetylsalicylsäure größter Beliebtheit. Die möglichen Anwendungsgebiete sind hierbei nicht nur auf die der Schulmedizin beschränkt. Athleten verwenden ASS bei Trainingsverletzungen, als antikataboles Mittel, in der Post-Cycle-Therapie und zur Verlängerung bzw. Verstärkung der Wirkung von Ephedrin und Coffein.

Acetylsalicylsäure hemmt die Produktion von Prostaglandinen im Körper. Diese Gruppe ungesättigter Fettsäuren wird in fast jeder Zelle des menschlichen Organismus gebildet und löst verschiedene Körperfunktionen aus. Die meisten davon sind jedoch in der Regel unerwünscht. Erhöhtes Schmerzempfinden, erhöhte Kortisolproduktion und Verdickung des Blutes sind nur ein paar davon. Die Hemmung dieser Wirkung , z. B. durch Einnahme eines Prostaglandinhemmers, wie ihn die Acetylsalicylsäure darstellt, wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Aus diesem Grund setzen Athleten diesen Wirkstoff gerne bei trainingsbedingten Verletzungen, wie z. B. Prellungen, Zerrungen und Gelenkschmerzen, ein. Durch die zusätzliche Einnahme von Enzymen und reichlich Vitamin C (1g) mehrmals täglich wird dieser Effekt noch unterstützt…[weiterlesen]

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>> Ausführliche Informationen, Fotos und Übersichten finden Sie in dem Buch "Anabole Steroide 2010 - Das schwarze Buch" von D. Sinner.

Aminogluthethimid

Der Wirkstoff Aminogluthethimid gehört zur Gruppe der so genannten Steroidbiosynthesehemmer. In der Medizin wird er gegen das Cushing Syndrom und bei Brustkrebs eingesetzt, da er zum einen als Biosynthesehemmer die Produktion von Kortisol (Kortisol ist ein kataboles, also muskelabbauendes Hormon) und zum anderen die Umwandlung von Testosteron zu Östrogen hemmt. Für den Bodybuilder sind diese zwei Eigenschaften natürlich sehr interessant, schlägt er bei der Verwendung von Aminogluthethimid doch zwei Fliegen mit einer Klappe. Auf dem Papier klingt die kortisolhemmende Wirkung des Aminogluthethimid äußerst vielversprechend, in der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass der Wirkstoff zu diesem Zweck eher selten eingesetzt wird.

Der Grund hierfür ist zum einen im Ausgleichmechanismus des Körpers zu finden, der bei regelmäßiger Einnahme des Wirkstoffs eintritt und den Effektneutralisiert, zum anderen in den erheblichen Nebenwirkungen, die eine wirksame Dosierung mit sich bringt. Wird Aminogluthethimid nämlich über einen längeren Zeitraum kontinuierlich eingenommen, reagiert der Körper, indem er vermehrt Adenocorticotropes Hormon, kurz ACTH, ausschüttet. Dieses Hormon hält die Nebennierenrinde dazu an, die Produktion von Cortison erneut aufzunehmen. In der Medizin wird selbiger Mechanismus durch die zusätzliche Gabe von Hydrocortison eingedämmt, allerdings scheint diese Praktik für Bodybuilder weniger sinnvoll, da hierdurch ebenfalls die Wirkung des Aminogluthethimid reduziert wird…[weiterlesen]

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Anastrozol

Anastrozol gehört zur dritten Generation selektiver Aromatasehemmer und wird in der Schulmedizin bei fortgeschrittenem Brustkrebs angewendet, wobei der Wirkstoff durchschlagende Erfolge gezeigt hat. Seine Wirkung basiert auf einer teilweisen Blockierung des Aromataseenzyms, welches Testosteron in Östrogene umwandelt, die ein Tumorwachstum begünstigen. Durch Reduzierung des Östrogenspiegels wird dem weiteren Wachstum des Tumors Einhalt geboten.

Athleten benutzen diesen Wirkstoff, um eine übermäßige Aromatisierung der verwendeten Steroide zu verhindern. Hierbei leistet Anastrozol hervorragende Arbeit. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bereits eine einmalige Gabe von 1mg den Östrogenspiegel um 70%, eine täglicheGabe nach vierzehn Tagen um gar 80% senken kann.  Selbst 6 Tage nach der letzten Einnahme wurde noch ein stark erniedrigter Östrogenspiegel gemessen.

Diesen Vorteil machen sich Athleten zunutze und setzen Anastrozol vorrangig in Kombination mit Testosteron und anderen, moderat bis stark aromatisierenden Steroiden ein, um östrogenbedingte Nebenwirkungen, wie z. B. erhöhte Fett- und Wasserspeicherung, von vorneherein zu unterdrücken bzw. zu vermeiden.

Allerdings sollte der Einsatz in Masseaufbaukuren gründlichst überlegt werden, da das komplette Ausschalten des Östrogens nicht nur Vorteile mit sich bringt…[weiterlesen]

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Androstanolon

Androstanolon ist ein interessantes Steroid mit einer ungewöhnlichen Darreichungsform. Zwar ist der Wirkstoff auch zur oralen Einnahme und zur Injektion erhältlich, den Großteil der beziehbaren Präparate bilden jedoch Gels zum Auftragen auf die Haut.

In der Schulmedizin wird Androstanolon überwiegend bei einem Mangel an Testosteron und allen damit üblicherweise verbundenen Nebenwirkungen, sowie einer Gynäkomastie (Anschwellen der männlichen Brustdrüsen) eingesetzt. In der Schönheitskosmetik kommen die Gels im Kampf gegen Zellulites zum Einsatz, um der Haut an den Problemzonen eine straffere und festere Struktur zu verleihen. Im Bodybuilding war Androstanolon lange Zeit ein beliebtes Präparat in der Wettkampfvorbereitung, da es nahezu identisch mit dem Dihydrotestosteron (DHT) ist und dem Athleten somit, sofern er schon einen niedrigen Körperfettanteil besaß, zu einer besseren Härte und einem plastischeren Aussehen der Muskulatur verhalf…[weiterlesen]

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Apomorphin HCL

Apomorphin ist nun der vierte Wirkstoff im Kampf gegen erektile Dysfunktion. Doch anders als Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil handelt es sich hierbei nicht um einen PDE5-Hemmer, sondern um einen Dopamin-Agonisten. Apomorphin wirkt, indem es einen bestimmten Bereich im Gehirn, den Hypothalamus, stimuliert. Dieser produziert vermehrt das Hormon Dopamin, welches für einen stärkeren Blutfluss in den Penis sorgt. Indem man nun selbigen Bereich stimuliert und für eine vermehrte Dopamin-Freisetzung sorgt, stellen sich häufigere und längere Erektionen ein. Man sollte allerdings beachten, dass sich eine Erektion bei der Einnahme nicht von alleine einstellt, sondern ein sexueller Reiz vorausgehen muss.

Etwas ungewöhnlich ist zweifelsohne die Einnahmeweise des Wirkstoffs Apomorphin …[weiterlesen]

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